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Kleinanzeigen-Betrug mit „Direkt bezahlen“: Polizei warnt vor gefälschten Zahlungsnachrichten

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Du willst etwas verkaufen und plötzlich sollst du Geld überweisen? Genau an diesem Punkt solltest du abbrechen.

Die Polizeiinspektion Landstuhl warnt vor einer Betrugsmasche auf Kleinanzeigen, bei der Verkäufer mit gefälschten Nachrichten und Zahlungsseiten in die Falle gelockt werden. Die Masche wirkt auf den ersten Blick plausibel, weil sie sich als offizieller Ablauf rund um „Direkt bezahlen“ beziehungsweise „Sicher bezahlen“ ausgibt.

So läuft die Masche ab

Ein angeblicher Käufer meldet sich auf deine Anzeige und zeigt Interesse. Anschließend behauptet er, den Kauf über die Bezahlfunktion von Kleinanzeigen abwickeln zu wollen.

Kurz darauf bekommst du eine Nachricht, die wie eine offizielle Bestätigung von Kleinanzeigen aussehen soll. Darin heißt es zum Beispiel, der Artikel sei bereits bezahlt worden und du müsstest nur noch die Zahlung bestätigen oder dein Konto verifizieren.

Jetzt kommt der entscheidende Trick: Du sollst einen Link öffnen oder einen QR-Code scannen.

Wer das macht, landet laut Polizei auf einer gefälschten Website. Dort soll der Verkäufer zur angeblichen Verifizierung Geld überweisen oder Zahlungsdaten eingeben. Wer zahlt, verliert sein Geld. Einen echten Kauf gab es nie.

Der wichtigste Hinweis: Als Verkäufer musst du kein Geld überweisen

Bei einem echten Verkauf ergibt es keinen Sinn, dass du als Verkäufer erst Geld an irgendein fremdes Konto schicken musst, damit du später deine Zahlung bekommst.

Die Polizei weist ausdrücklich darauf hin: Bei einem echten Verkauf über das offizielle System von Kleinanzeigen wird nicht verlangt, dass Verkäufer für eine Verifizierung Geld überweisen oder Guthaben einzahlen.

Auch Kleinanzeigen selbst erklärt in seinem Hilfebereich, dass der Ablauf von „Sicher bezahlen“ direkt innerhalb der Plattform stattfindet. Nach einer erfolgreichen Zahlung erhältst du die Bestätigung in deiner Kleinanzeigen-Nachrichtenbox. Externe QR-Codes sind dafür nicht notwendig.

QR-Code vom Käufer? Nicht scannen

Besonders praktisch für Betrüger sind QR-Codes. Sie sehen technisch und offiziell aus und verschleiern zunächst, wohin der Link tatsächlich führt.

Kleinanzeigen warnt deshalb ausdrücklich vor QR-Code-Phishing. Eine typische Nachricht behauptet etwa, die Bestellung sei bezahlt und der Verkäufer müsse nur noch einen Code scannen, um die Zahlung zu bestätigen.

Genau das ist ein Warnsignal.

Für einen normalen Verkauf musst du keinen QR-Code eines Käufers scannen.

So erkennst du die Falle

  • Du sollst als Verkäufer plötzlich selbst Geld überweisen.
  • Der Käufer schickt dir einen Link oder QR-Code zur angeblichen Zahlungsbestätigung.
  • Du wirst auf eine externe Website geführt.
  • Du sollst Kreditkarten-, Bank- oder Login-Daten außerhalb von Kleinanzeigen eingeben.
  • Eine Nachricht erzeugt Zeitdruck oder behauptet, du müsstest sofort handeln.
  • Die Kommunikation soll aus dem offiziellen Kleinanzeigen-Chat heraus verlagert werden.

So läuft „Sicher bezahlen“ wirklich

Laut Kleinanzeigen bezahlt der Käufer über die Plattform. Als Verkäufer erhältst du anschließend eine Bestätigung in deiner Nachrichtenbox und bestätigst die Verfügbarkeit des Artikels. Danach verschickst du die Ware.

Ist die Transaktion abgeschlossen, wird das Geld auf dein hinterlegtes Auszahlungskonto überwiesen. Eine zusätzliche Überweisung an den Käufer oder an irgendein angebliches Verifizierungskonto gehört nicht zum normalen Ablauf.

Was tun, wenn du schon geklickt hast?

Wenn du nur auf einen verdächtigen Link geklickt hast, gib dort keine Daten ein und brich den Vorgang ab.

Hast du bereits Login- oder Zahlungsdaten eingegeben, solltest du dein Passwort über die echte Kleinanzeigen-Website ändern und bei betroffenen Zahlungsdaten sofort deine Bank beziehungsweise deinen Zahlungsanbieter kontaktieren.

Wenn du bereits Geld überwiesen hast oder ein Betrugsversuch vorliegt, solltest du außerdem Beweise sichern. Dazu gehören Screenshots des Chats, der Anzeige, der Zahlungsaufforderung, des Links und möglicher Kontodaten. Anschließend kannst du den Vorgang bei Kleinanzeigen melden und bei der Polizei Anzeige erstatten.

Die einfache Regel für Verkäufer

Du verkaufst etwas. Du sollst Geld bekommen.

Wenn dir jemand erklärt, dass du erst selbst bezahlen musst, damit du dein Geld erhältst, stimmt etwas nicht.

Keinen Link öffnen, keinen QR-Code scannen, kein Geld überweisen.

Quellen

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Redaktion Was isch letzte Preis?
Kurze, praktische Hilfen rund um Kleinanzeigen und Preisvergleiche. Preisbeispiele sind Momentaufnahmen.