Gartenerde zu verschenken – kostenlos, wenn du sie selbst ausbuddelst

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Kostenlose Gartenerde klingt nach einem kleinen Glücksgriff. Man fährt hin, lädt ein und fährt wieder nach Hause. So zumindest die Theorie.
Bei einem aktuellen Kleinanzeigen-Fundstück aus Sachsenheim funktioniert das etwas anders: Die Erde ist gratis, liegt aber noch im Beet. Wer sie haben möchte, muss sie selbst ausgraben.
Gratis – aber bitte mit Schaufel erscheinen
Die Anzeige ist eindeutig formuliert. Angeboten wird Gartenerde zur freien Verwendung im Garten. Abgegeben werden etwa 7 cm Erdschicht. Zusätzlich gibt es noch einen großen Bottich voller Erde.
Der Bottich selbst gehört allerdings ausdrücklich nicht zum Geschenk.
Wer zuschlägt, sollte also nicht nur mit einem offenen Kofferraum auftauchen. Gefragt sind Schaufel, Eimer, Kübel, Anhänger oder andere Transportmöglichkeiten und vor allem ein bisschen Lust auf körperliche Arbeit.
Die Regenwürmer sind schon da
Ein Detail macht die Anzeige besonders sympathisch: Die Erde wird als sehr fruchtbar beschrieben, und mehrere Regenwürmer wurden bereits gesichtet.
Das ist wahrscheinlich die bodenständigste Form einer Qualitätsprüfung, die man bei Kleinanzeigen bekommen kann.
Keine Laborwerte, kein Zertifikat, keine Hochglanzbeschreibung. Stattdessen sinngemäß: Da wohnen Regenwürmer drin, also kann die Erde so schlecht nicht sein.
Was isch letzte Preis?
Auch diesmal ist die Antwort schnell gefunden:
0 Euro.
Der eigentliche Preis wird nur nicht in Geld bezahlt.
Er besteht aus Ausgraben, Einladen, Transportieren und später vermutlich noch einmal Ausladen.
Das macht aus dem kostenlosen Fundstück ein schönes Beispiel dafür, dass „zu verschenken“ auf Kleinanzeigen nicht automatisch „ohne Aufwand“ bedeutet.
Für Gartenbesitzer kann sich das trotzdem lohnen
Wer ohnehin Erde benötigt und in der Nähe wohnt, kann mit so einem Angebot durchaus sparen. Gute Gartenerde wird schließlich nicht dadurch wertlos, dass sie noch im Boden steckt.
Besonders praktisch ist das Ganze, wenn man über einen Anhänger verfügt und sowieso ein Gartenprojekt plant. Dann kann aus ein paar Stunden Arbeit tatsächlich ein sinnvoller Tausch werden: Der Anbieter bekommt Platz im Beet, der Abholer bekommt Erde.
Nur die Vorstellung, spontan mit zwei Einkaufstaschen vorbeizufahren, sollte man besser vergessen.
Der Haken bei kostenlosen Dingen
Solche Anzeigen haben auf Kleinanzeigen ihren ganz eigenen Charme. Man bekommt etwas umsonst, übernimmt dafür aber genau die Arbeit, die der andere gern loswerden möchte.
Das kann fair sein. Und manchmal sogar ziemlich clever.
Bei diesem Fundstück gilt jedenfalls:
Was isch letzte Preis?
0 Euro. Aber graben musst du selbst.
Originalanzeige:
Gartenerde gratis in Sachsenheim – zum Selbstausgraben
Hinweis: Kleinanzeigen können jederzeit geändert oder gelöscht werden.
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