Fundstücke

150 m² Bauschutt zu verschenken – das Schnäppchen, das man erst mal wegschaffen muss

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Kostenlos klingt auf Kleinanzeigen normalerweise ziemlich gut.

Bis das Geschenk aus ungefähr 150 Quadratmetern Ziegeln beziehungsweise Bauschutt besteht und die eigentliche Gegenleistung lautet: Bitte alles selbst abholen.

Kostenlos klingt erst einmal hervorragend

Bei Kleinanzeigen gibt es Dinge, bei denen man sich fragt, warum sie überhaupt noch nicht abgeholt wurden.

Und dann gibt es Angebote, bei denen man nach dem Lesen ziemlich genau weiß, warum sie noch da sind.

Aktuell werden in Kemnath ungefähr 150 Quadratmeter Ziegel beziehungsweise Bauschutt verschenkt.

Preis:

0 Euro.

Das klingt zunächst nach einem Schnäppchen.

Bis man zur entscheidenden Information kommt:

Der Abtransport muss komplett selbst organisiert werden.

150 Quadratmeter Geschenk

Bei „zu verschenken“ denkt man normalerweise an einen alten Schrank, ein paar Pflastersteine oder vielleicht eine Palette Dachziegel.

Hier geht es gleich um eine ganz andere Größenordnung.

Rund 150 Quadratmeter Material warten darauf, einen neuen Besitzer zu finden. Oder genauer gesagt: jemanden, der bereit ist, das Zeug vom Grundstück zu bekommen.

Damit bekommt das Wort „Geschenk“ eine etwas andere Bedeutung. Denn bezahlt wird zwar nicht mit Geld.

Dafür möglicherweise mit Anhänger, Transporter, Schubkarre, Arbeitshandschuhen, einigen kräftigen Helfern und vermutlich dem kompletten Samstag.

Was isch letzte Preis?

Normalerweise ist die Antwort auf diese Frage kompliziert.

Hier nicht.

0 Euro.

Mehr Rabatt dürfte schwierig werden.

Die interessantere Frage lautet deshalb eher:

Was kostet mich das kostenlose Zeug, bis es bei mir angekommen ist?

Denn kostenloses Material kann durchaus einen Wert haben. Gebrauchte Ziegel lassen sich beispielsweise für Gartenprojekte, Mauern oder andere Bauvorhaben weiterverwenden.

Wenn allerdings mehrere Fahrten mit Anhänger oder Transporter notwendig werden, sieht die Rechnung schnell anders aus.

Sprit, Zeit und Muskelkraft stehen schließlich selten auf der Kleinanzeigen-Rechnung.

„Komme heute holen“ könnte diesmal etwas dauern

Die klassische Nachricht „Noch da? Komme heute.“ ist bei diesem Angebot wahrscheinlich schnell geschrieben.

Die Umsetzung dürfte etwas länger dauern.

150 Quadratmeter Bauschutt verschwinden schließlich nicht in einem normalen Kofferraum.

Selbst mit Anhänger dürfte aus der spontanen Abholung schnell ein kleines Logistikprojekt werden.

Und spätestens nach der zehnten Schubkarre könnte beim Käufer die Frage auftauchen:

War kostenlos wirklich günstig?

Trotzdem kann das Angebot interessant sein

Ganz unsinnig ist das Verschenken natürlich nicht.

Wer ohnehin Material für ein Bauprojekt benötigt und über passende Transportmöglichkeiten verfügt, kann hier tatsächlich sparen.

Gleichzeitig spart sich der Anbieter möglicherweise erhebliche Kosten für Abtransport und Entsorgung.

Damit entsteht eine typische Kleinanzeigen-Situation, von der im besten Fall beide Seiten profitieren: Der eine wird seinen Bauschutt los. Der andere bekommt brauchbares Material kostenlos.

Die eigentliche Währung ist diesmal eben nicht der Euro. Sondern Arbeit.

Kostenlos ist nicht gleich kostenlos

Das Fundstück zeigt sehr schön, dass der Preis bei Kleinanzeigen manchmal nur ein Teil der Rechnung ist.

Ein Sofa für 0 Euro im vierten Stock ohne Aufzug kann teuer werden. Ein kostenloser Schrank kann plötzlich einen Transporter benötigen. Und 150 Quadratmeter Bauschutt für 0 Euro können einen erheblichen Teil des Wochenendes verschlingen.

Darum lautet unser Fazit:

Was isch letzte Preis?

0 Euro. Plus Rücken.

Und wer nach der Abholung noch aufrecht gehen kann, hat definitiv ein Schnäppchen gemacht.


Originalanzeige:
150 m² Bauschutt-Ziegel zu verschenken bei Kleinanzeigen ansehen

Hinweis: Kleinanzeigen können jederzeit geändert oder gelöscht werden.

Originalanzeige geprüft am 11.10.2026.
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